Die US-Wirtschaft zeigt Anzeichen einer deutlichen Abkühlung. Nach den jüngsten Daten zur Inflation und dem Arbeitsmarkt haben führende Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen für 2026 nach unten korrigiert. Die Wahrscheinlichkeit einer Rezession steigt.
Prognosen gesenkt
Das Conference Board hat seine Wachstumsprognose für das erste Halbjahr 2026 von 2,1% auf nur noch 0,8% reduziert. Auch die Federal Reserve Bank of New York sieht wachsende Risiken.
"Die Kombination aus geopolitischen Spannungen, steigenden Energiekosten und einer abkühlenden Konjunktur schafft ein gefährliches Umfeld für die US-Wirtschaft."
Die Warnsignale
Mehrere Indikatoren deuten auf ein nahendes Konjunkturtief hin:
- Yield-Kurve: Die Differenz zwischen 10- und 2-Jahres-Anleihen ist negativ
- Konsum: Die Verbraucherausgaben stagnieren trotz steigender Löhne
- Investitionen: Unternehmen verschieben Investitionsentscheidungen
- Immobilienmarkt: Die Bauaktivitäten sinken merklich
Fed unter Druck
Die Federal Reserve steht vor einem Dilemma. Einerseits muss sie die Inflation bekämpfen, andererseits droht eine zu restriktive Geldpolitik die Wirtschaft in die Rezession zu treiben. Die Märkte preisen mittlerweile drei Zinssenkungen für 2026 ein.
Auswirkungen auf Europa
Eine US-Rezession würde auch Europa hart treffen:
- Sinkende Exportnachfrage aus den USA
- Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar
- Verunsicherung an den Finanzmärkten
- Druck auf die EZB, die Zinspolitik zu ändern
Was Anleger tun können
In unsicheren Zeiten empfiehlt sich eine defensive Ausrichtung des Portfolios:
- Staatsanleihen: US-Treasuries als sicherer Hafen
- Gold: Traditioneller Krisenschutz
- Defensive Aktien: Versorger und Konsumgüter
- Schweizer Franken: Sicherheitswährung